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7. Sozialpolitik

Sozialer Frieden braucht soziale Gerechtigkeit

Wir stellen soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt, weil sozialer Frieden nur dort entsteht, wo Menschen sicher leben, teilhaben und ohne Angst vor Armut alt werden oder eine Familie gründen können. Dafür verbinden wir Armutsbekämpfung, eine starke Gesundheits- und Pflegeversorgung, bessere Bedingungen für Familien, wirksame Unterstützung für Kinder und Jugendliche, Barrierefreiheit und Teilhabe im Alltag. Unser Ziel ist ein Sachsen-Anhalt, das niemanden zurücklässt: mit verlässlicher öffentlicher Infrastruktur, sozialer Sicherheit in allen Lebensphasen und echten Chancen auf ein gutes Leben – unabhängig von Alter, Einkommen, Herkunft oder Wohnort.

Schlafender Obdachloser auf einer Bank

Armut überwinden – Soziale Gerechtigkeit sichern


Worum es geht:

Wir wollen Sachsen-Anhalt armutsfrei machen, indem wir soziale Sicherheit stärken, Teilhabe für alle ermöglichen und strukturelle Ungleichheit abbauen. Armut begreifen wir als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die präventiv und nachhaltig angegangen werden muss – durch bessere Daten, gezielte Maßnahmen und eine Politik, die sich an der Lebensrealität der Menschen orientiert. Besonders im Fokus stehen Kinder, Familien und ältere Menschen, die häufig von Armut betroffen sind.

Maßnahmen kurz und knapp:

  • Armutsfeste soziale Sicherung (Grundsicherung, Rente, Kindergrundsicherung) stärken
  • Landesweiten Aktionsplan zur Armutsbekämpfung umsetzen
  • Soziale Berichterstattung und Datengrundlage ausbauen
  • Teilhabe durch bessere Infrastruktur und Unterstützung sichern
  • Altersarmut gezielt bekämpfen und Rentengerechtigkeit herstellen

Sachsen-Anhalt armutsfrei

Neben einer existenzsichernden Grundsicherung ohne Sanktionen und Schikanen, einer armutsfesten Mindestrente in Höhe von 1.400 Euro sowie einer Kindergrundsicherung ohne große bürokratische Hürden müssen wir für mehr Solidarität einstehen. Und – damit verbunden – laut werden gegen Spaltung und Hetze, um ein gutes Leben für alle zu organisieren statt Reichtum für wenige zu dulden!

Auch wenn wir im Land die verfehlte Politik des Bundes nur abfedern können, müssen wir präventiv und langfristig Armut als Querschnittsthema angehen. weiterlesen (Lesezeit ca. 5 min)

Mutter und Kind Hand in Hand

Familienfreundlich vom Bund ins Land


Worum es geht:

Wir wollen ein familienfreundliches Sachsen-Anhalt, in dem alle Familien – unabhängig von Einkommen, Lebensform oder Wohnort – verlässlich unterstützt werden. Dafür stärken wir soziale Sicherheit, bauen Infrastruktur aus und erleichtern den Alltag durch weniger Bürokratie. Gleichzeitig sichern wir gute Betreuung, wirksamen Kinderschutz und echte Teilhabe, damit Familien stabil leben und Kinder gut aufwachsen können.

Maßnahmen kurz und knapp:

  • Kindergrundsicherung und finanzielle Entlastung für Familien umsetzen
  • Bürokratie abbauen und Unterstützung durch Lotsen verbessern
  • Betreuung, Bildung und Infrastruktur flächendeckend sichern und ausbauen
  • Kinderschutz und Jugendhilfe strukturell stärken
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern

Für ein familienfreundliches Sachsen-Anhalt

Die Linke steht für eine moderne, zukunftsweisende und krisensichere Familienpolitik. Familie ist dort, wo Menschen füreinander soziale Verantwortung übernehmen – unabhängig von der Zusammensetzung und Konstellation der Familie. Familienpolitik muss allen Menschen ermöglichen, ein gutes und zukunftsangstfreies Leben zu führen, und das unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Dafür brauchen wir in der Familienpolitik den Ausbau der Infrastruktur, eine wirkungsvolle soziale Absicherung und die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. weiterlesen (Lesezeit ca. 5 min)

Ein Arzt misst Blutdruck bei seinem Patienten

Flächendeckende medizinische Versorgung


Worum es geht:

Wir setzen uns für eine flächendeckende, bedarfsgerechte und solidarische Gesundheitsversorgung ein – unabhängig von Wohnort, Einkommen oder Krankheitsbild. Dafür stärken wir die öffentliche Hand, überwinden Profitlogik im Gesundheitswesen und bauen integrierte Versorgungsstrukturen aus. Gleichzeitig verbessern wir Arbeitsbedingungen im Gesundheitsbereich, sichern wohnortnahe Versorgung im ländlichen Raum und bekämpfen soziale Ungleichheiten sowie Stigmatisierung. Pflege verstehen wir als öffentliche Aufgabe, die niemanden in Armut bringen darf.

Maßnahmen kurz und knapp:

  • Krankenhäuser stärken und rekommunalisieren, Profitlogik überwinden
  • Integrierte, sektorenübergreifende Gesundheitszentren ausbauen
  • Arbeitsbedingungen und Personal im Gesundheitswesen verbessern
  • Ambulante und ländliche Versorgung flächendeckend sichern
  • Pflege solidarisch finanzieren und Eigenanteile abschaffen

Stationäre Versorgung in öffentliche Hand

Wir kämpfen für eine bedarfsgerechte stationäre Versorgung.

Wir wollen:

  • eine Entökonomisierung: Krankenhäuser sollen nach Bedarf und Qualität finanziert und organisiert werden, nicht nach Fallpauschalen, Profit oder Kostendruck.
  • integrierte Versorgungszentren in kommunaler Trägerschaft, die ambulante, stationäre und Notfallleistungen aus einer Hand anbieten und eine bessere Anbindung an Krankenhäuser höherer Versorgungsstufen gewährleisten.

Wir setzen auf eine stabile und verlässliche Gesundheitsversorgung der Menschen. weiterlesen (Lesezeit ca. 14 min)

Eine Frau streichelt die Hand einer Seniorin

Ein würdevolles Leben im Alter


Worum es geht:

Wir setzen uns für ein würdevolles, selbstbestimmtes Leben im Alter ein – mit sozialer Sicherheit, barrierefreiem Wohnen, guter Mobilität und echter Teilhabe. Angesichts steigender Pflegekosten, wachsender Einsamkeit und digitaler Hürden stärken wir Unterstützung im Alltag, sichern verlässliche Strukturen und fördern aktive gesellschaftliche Teilhabe – insbesondere auch im ländlichen Raum.

Maßnahmen kurz und knapp:

  • Mitbestimmung und Unterstützung stärken (Seniorenmitwirkungsgesetz, Bürokratie-Lotsen)
  • Barrierefreies und altersgerechtes Wohnen ausbauen
  • ÖPNV seniorengerecht und flächendeckend verbessern
  • Einsamkeit bekämpfen durch Treffpunkte, Nachbarschaftshilfe und Angebote
  • Digitale Teilhabe sichern (Zugang, Schulungen, Unterstützung)

Sachsen-Anhalt gehört zu den Bundesländern mit einer besonders hohen Anzahl älterer Menschen. Ein Blick auf die demografische Entwicklung zeigt, dass die Bevölkerung hier stark altert. Aktuellen Statistiken zufolge sind rund 28,6 Prozent der Einwohner:innen über 65 Jahre alt, was über dem Bundesdurchschnitt liegt. Dies hat weitreichende Konsequenzen für die Gesellschaft, das Gesundheitswesen und die Infrastruktur. weiterlesen (Lesezeit ca. 4 min)

Kinder- und Jugendarmut bekämpfen

Schaukeln auf einem Spielplatz

Worum es geht:

Wir bekämpfen Kinder- und Jugendarmut, indem wir Teilhabe im Alltag verlässlich ermöglichen – unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Wohnort. Dafür stärken wir frühe Hilfen, Kinderschutz und niedrigschwellige Zugänge ebenso wie Beteiligungsrechte, Jugendarbeit und soziale Infrastruktur. Wir sichern Freiräume, verbessern Mobilität und schaffen echte materielle und digitale Teilhabe. Transparente Strukturen, klare Zuständigkeiten und gezielte Investitionen sorgen dafür, dass Unterstützung rechtzeitig ankommt und kein Kind zurückgelassen wird.

Maßnahmen kurz und knapp:

  • Frühzeitige, verlässliche Hilfen und Kinderschutz ausbauen
  • Kinderrechte und Beteiligung verbindlich stärken
  • Jugendarbeit gesetzlich absichern und besser finanzieren
  • Freiräume, Angebote und soziale Infrastruktur sichern
  • Materielle und digitale Teilhabe gewährleisten (inkl. Kindergrundsicherung)
  • Mobilität und Erreichbarkeit verbessern

Wir wollen, dass Teilhabe Alltag wird: Hilfe, die antwortet; Wege, die kurz sind; Kosten, die niemanden ausschließen. Kinderrechte gelten im Leben, nicht nur auf Papier. Wir denken Politik vom Familienalltag her: verständlich, verlässlich, statusunabhängig und migrationssensibel – im Dorf wie im Stadtteil. So entsteht die Ruhe, die Lernen und Mitmachen brauchen, und die Zuversicht, die ein Land stark macht. weiterlesen (Lesezeit ca. 11 min)

Bälle auf einem Fußballrasen

Für ein attraktives und aktives Sportland Sachsen-Anhalt


Worum es geht:

Wir stärken Sport als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und als Motor für Gesundheit, Zusammenhalt und Teilhabe. Angesichts maroder Infrastruktur, sozialer Ungleichheit und wachsender Belastung des Ehrenamts schaffen wir bessere Bedingungen für Vereine, bauen Zugangsbarrieren ab und sichern wohnortnahe Angebote – insbesondere im ländlichen Raum.

Maßnahmen kurz und knapp:

  • Schwimmenlernen für alle Kinder sicherstellen
  • Sportstätten und Schwimmbäder sanieren und langfristig finanzieren
  • Vereinssport verlässlich und unbürokratisch fördern
  • Soziale Hürden abbauen und Teilhabe für alle ermöglichen
  • Ehrenamt stärken und Vereine strukturell unterstützen

Sport ist mehr als Freizeitbeschäftigung. Er stärkt Gesundheit, Zusammenhalt und Demokratie, verbindet Stadt und Land und schafft Begegnungsorte für Menschen aller Generationen. Schon fast ein Fünftel der Bevölkerung des Landes treibt in einem der mehr als 3.000 Vereinen unter dem Dach des Landesportbundes regelmäßig Sport. Dieser Anteil soll möglichst weiter steigen. Deshalb wollen wir gemeinsam mit dem Landessportbund und den Sportvereinen die Möglichkeiten, aktiv Sport zu treiben, weiter verbessern und erweitern – vor allem auch in den ländlichen Regionen. weiterlesen (Lesezeit ca. 5 min)