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4. Gleichstellungspolitik

Gleichstellung als Herzensangelegenheit

Wir machen Gleichstellung zur gelebten Realität: Alle Menschen sollen unabhängig von Geschlecht oder Identität frei, sicher und selbstbestimmt leben können. Dafür stellen wir bestehende Ungleichheiten in Arbeit, Einkommen, politischer Teilhabe und gesellschaftlicher Anerkennung in den Mittelpunkt und wollen sie überwinden. Wir denken Gleichstellung umfassend – als Schutz vor Gewalt, als Voraussetzung für soziale Sicherheit und als Grundlage einer offenen, vielfältigen Gesellschaft, in der niemand zurückgelassen wird.

Stand der Dinge – Herausforderungen


Worum es geht:

Wir wollen echte Gleichstellung im Alltag erreichen, damit alle Menschen unabhängig von Geschlecht die gleichen Chancen, Rechte und Lebensbedingungen haben. Dafür setzen wir uns für faire Arbeitsbedingungen, wirtschaftliche Unabhängigkeit, bessere Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit sowie konsequenten Schutz vor Gewalt ein. Gleichstellung verstehen wir als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe, die alle Lebensbereiche umfasst und Vielfalt aktiv stärkt.

Maßnahmen kurz und knapp:

  • Gleichstellung konsequent umsetzen – u. a. durch Parität, bessere Chancen im Beruf und Aufwertung sozialer Berufe
  • Frauen wirtschaftlich stärken – insbesondere Alleinerziehende finanziell absichern und unterstützen
  • Schutz vor Gewalt ausbauen – durch stärkere Beratungsstrukturen und bessere Rahmenbedingungen für Betroffene

Frauen und Männer sollen nicht nur laut dem Gesetz die gleichen Rechte und Pflichten haben. Sie sollen auch im Alltag gleichberechtigt leben können. Die Linke will eine Politik, die die Bedürfnisse von Frauen ernst nimmt und ihre Probleme konsequent löst. weiterlesen (Lesezeit ca. 6 min)

Kein Mensch soll von Gewalt betroffen sein

Frauen recken auf einer Demonstration die Arme

Worum es geht:

Wir wollen, dass kein Mensch Gewalt erleben muss – weder im eigenen Zuhause noch im sozialen Umfeld. Dafür setzen wir auf frühzeitige Unterstützung, konsequenten Schutz für Betroffene und eine klare gesellschaftliche Haltung gegen Gewalt. Ziel ist ein Umfeld, in dem Menschen sicher leben können und Hilfe schnell, niedrigschwellig und wirksam erreichbar ist.

Maßnahmen kurz und knapp:

  • Schutz und Unterstützung für Betroffene ausbauen – z. B. durch Beratungsangebote und sichere Unterbringung
  • Prävention und Sensibilisierung stärken – durch Aktionspläne und verpflichtende Schulungen
  • Konsequentes Vorgehen gegen Täter verbessern – inkl. schneller Schutzmaßnahmen und besserer Koordination der Behörden

Mit dem Begriff „Häusliche Gewalt“ wird eine Straftat verharmlosend beschrieben. Die meisten Menschen denken dabei vielleicht als erstes an einen Mann, der seine Frau im Streit schlägt. Häusliche Gewalt beschreibt aber mehr: Die ständige Überwachung durch den Partner; wiederkehrende körperliche Verletzungen durch die Großmutter, aggressives Verhalten der eigenen Kinder. Den Betroffenen fällt es oft sehr schwer, Hilfe zu suchen oder anzunehmen. Die finanzielle Abhängigkeit vom Partner oder der Partnerin spielt dabei eine ebenso große Rolle wie die psychische Abhängigkeit. weiterlesen (Lesezeit ca. 2 min)

Regenbogenfarben auf Asphalt

Queeres Leben in Sachsen-Anhalt


Worum es geht:

Wir wollen Sachsen-Anhalt zu einem offenen und sicheren Ort für queeres Leben machen, in dem Vielfalt selbstverständlich ist und alle Menschen unabhängig von ihrer Identität geschützt und anerkannt werden. Dazu stärken wir Akzeptanz, Sichtbarkeit und Beratungsstrukturen und gehen entschieden gegen Diskriminierung und Gewalt vor – in Stadt und Land.

Maßnahmen kurz und knapp:

  • Gleichstellung rechtlich stärken und Programme für Akzeptanz und Vielfalt ausbauen
  • Schutz vor Gewalt verbessern und queere Veranstaltungen sowie Strukturen gezielt unterstützen
  • Beratungs-, Bildungs- und Unterstützungsangebote für queere Menschen flächendeckend ausbauen

Queeres Leben ist in Sachsen-Anhalt eine Selbstverständlichkeit. Schließlich wurde 1990 in Magdeburg der bundesweit agierende Schwulenverband Deutschland (später LSVD+) ausgerufen. Umso tragischer ist es, dass in den vergangenen Jahren die Gewalt an queeren Menschen zugenommen hat. Wir wollen, dass Sachsen-Anhalt ein weltoffenes Land bleibt, das jede Person unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität anerkennt. weiterlesen (Lesezeit ca. 3 min)